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Autorin: Anne Frank
Anne Frank hieß mit vollständigem Namen Anneliese Marie Frank und wurde im Juni 1929 in Frankfurt am Main geboren und starb im März 1945 im Konzentrationslager in Bergen-Belsen an Typhus.
Anne Frank stammte aus einer jüdischen Familie. Sie bekam zu ihrem 13. Geburtstag ein Tagebuch von ihren Eltern geschenkt, worüber sie sich sehr freute; doch wie fast jedes Kind dachte auch Anne, dass nie jemand dieses Tagebuch lesen würde. Aber das kam ganz anders. Annes Tagebuch wurde ein historisches Dokument, das an alle Opfer des Nationalsozialismus erinnert.
Anne ging ganz normal in Deutschland zur Grundschule. Zu Beginn des 2. Weltkriegs ging Vater Otto in die Niederlande, wo er mit seinem Freund van Daan eine Opekta-Firma eröffnete, die Marmelade herstellte. Rund ein halbes Jahr später zogen auch die Mutter Edith, die Schwester Margot und natürlich Anne selbst in die Niederlande zu ihrem Vater. Dort gingen sie weiter in ein jüdisches Lyzeum. Nachdem Hitler auch in die Niederlande einmarschiert war, wurde der Judenstern eingeführt. Deshalb mussten alle Juden ihre Fahrräder und Autos abgeben und durften nur noch zu einem jüdischen Friseur gehen. Eines Tages kam ein Anruf der SS. Das hieß nun also für die Franks und die ebenfalls jüdische Familie van Daan, dass sie untertauchen mussten.
Es war schon von Anfang an klar, dass sie sich zusammen verstecken wollten. Das Versteck der sieben Juden lag in der Opekta Firma der beiden Freunde. Knapp ein Jahr später kam noch ein Zahnarzt hinzu, und sie lebten ab 1942 zusammen im Hinterhaus, wie Anne es so schön nannte.
Anne Frank widmete sich sehr oft und vor allem sehr gerne ihrem Tagebuch, das schon bald ihre beste Freundin wurde. Sie nannte das Tagebuch liebevoll Kitty. Bald brauchte aber selbst Anne eine menschliche Schulter zum Anlehnen. Die fand sie auch bei Peter, dem Sohn der van Daans. Abends ging sie öfter zu ihm ins Zimmer, und sie redeten über viele Dinge. Es dauerte eine Weile, bis sie merkte, dass sie sich zu Peter hingezogen fühlte. Einige Monate danach kam es auch schon zu einem Kuss, denn Peter erwiderte diese Gefühle für Anne.
Irgendwann war dann der Zeitpunkt gekommen, an dem sich Anne nicht mehr so gut mit ihrer Mutter und Schwester verstand. Sie wollte von den beiden einfach nichts mehr wissen; denn selbst ihre Mutter sagte zu ihren Kindern, sie sähe sie nicht mehr als Kinder, sondern schon als Freundinnen. In dieser Zeit dachte Anne viel nach. Sie überlegte, wie es wohl ihren Freundinnen in Deutschland ergehen mochte oder den anderen Juden, die es nicht so gut hatten wie sie. Sie hatten Helfer, die sie versorgten, ein Dach über dem Kopf und ein warmes Bett.
Eines Tages hielt ein Wagen der SS vor dem Hinterhaus. Sie waren also von irgend jemandem verraten worden. Lange Zeit wusste keiner von ihnen, wer das gewesen war, doch einige Jahre später wurde dieses Geheimnis gelüftet: es war ein Kommandant der SS gewesen, der von Otto Frank bereits vor der Flucht nach Holland bezahlt wurde, um die Familie nicht zu verraten. Aber er hatte es doch getan, so dass nun die schlimmsten Monate für die Franks, van Daans und den Zahnarzt in den verschiedenen Konzentrationslagern folgten.
Das Tagebuch der Anne Frank ist im Fischer-Verlag erschienen und 315 Seiten stark. ISBN: 978-3596803804 Rezensiert von: Esther A., WRS Pfinztal-Berghausen
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