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Stefan Gwildis - Wünscht Du Wärst Hier |
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Der Hamburger Sänger Stefan Gwildis ist ein Soulfan. Das ist keine Neuigkeit. Und das "Ich bin Soulfan" zur Melodie von Isaac Hayes "Soul Man" geraspelt wird - Ehrensache. Insofern ist das neue Album des 50-Jährigen keine große Überraschung. Mit einer Coverversion von Marc Cohns "Walking in Memphis" bewegt sich der Charismatiker auch mal ein Stück in Richtung Pop. Funktioniert - auch wenn man über so manche Textzeile den Kopf schüttelt: "Ist nicht alles so gelaufen/wie du es neulich noch gehofft hast/ich glaube, wir lassen das mal mit dem Besaufen" ... Poesie geht anders, schnoddriger Norddeutschencharme hin oder her. Wenn es auch noch eher schmalzig wird wie in "Wundervolles Wunder", das von der Geburt seines Sohnes handelt, ist Gwildis fast unfreiwillig komisch wie ein Schlagersänger ("... und ging es los im Sauseschritt/wir nahmen noch dies und jenes mit") - und auch musikalisch nicht weit davon entfernt. Es wäre unfair zu behaupten, Gwildis wäre nur mitreißend, wenn er Fremdes covert. Stimmt ja nicht. Die Eigenkomposition "Du gehst mir nicht mehr aus dem Sinn" steht seiner funkigen Adaption von "Spinning Wheel" als "Lass den Dingen ihren Lauf" in nichts nach. Mit den deutschen Texten inklusive ihrer sprachlichen Eigenheiten und dem Schritt in Richtung Deutschpop wird Gwildis nur bei wenigen Soulfans landen können. Dafür dürfte seine gemeinsam mit Michy Reincke komponierte Ballade "Wo bist du grad" alle für sich gewinnen, die gern "Ein schöner Tag" und "Merci, dass es dich gibt" hören. Als sympathisches Werbegesicht für Bier und Pralinen würde sich Gwildis ja eh anbieten. |
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